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Es ist alles noch so unwirklich

Es ist alles noch so unwirklich. Irgendwie kann ich es noch gar nicht richtig realisieren, das mein Papa bald nicht mehr unter uns ist. Es ist so hart und ungerecht aber wir können es nicht ändern. Er ist jetzt so hilflos und muß alles mit sich machen lassen. Gestern bekam er Fieber und war auch teilweise überhaupt nicht mehr richtig anwesend. Er hat wohl alles mit bekommen aber er ist sehr schwach. Der Arzt meine er habe einen Infekt nur woher der kommt wüßte er nicht. Es könnte vom Tumor sein aber auch jede andere Möglichkeit sei nicht ausgeschlossen. Wir müssen uns damit abfinden, das er nicht mehr lange bei uns ist. Ich hoffe nur, das es jetzt schnell geht und er nicht mehr lange leidenen muß. Immonet quält er sich eigendlich nur noch. Er hat schmerzen und wir jetzt nur noch ruhig gestellt. Es ist irgenwie nicht fassbar das er so schwer erkrankt ist wo er immer gesund war. Ich denke mal wenn es vorbei ist, werde ich es langsam realisieren. Meine Mama ist so tapfer und ich blödes Huhn heul ohne ende. Damit helfe ich bei den auch nicht.

Bitte an Gott

Lieber Gott, wenn Du mir und meinem Bruder den Vater, meinen Kindern den Opa und meiner Mutter den Ehemann nimmst, dann bitte so schnell wie möglich. Er ist ein lieber Mensch, der immer allen und jedem geholfen hat. Er hat es nicht verdient sich so zu quälen. Laß Ihn dann schnell zu Dir kommen, damit es Ihm wieder besser geht.

Amen

 

2 Kommentare 1.3.07 14:38, kommentieren

Nun hat er es geschafft

Am 01.03.2007 um 23:29 ist mein Papa jetzt eingeschlafen. Zum Schluß ging es dann doch recht schnell. Er hat aber sich trotzdem noch 2 Tage insgesamt gequält, bis er dann eingeschlafen ist. Es war sehr hart für mich, denn ich war fast die ganze Zeit bei meiner Mama und meinem Papa.

Am Mittwoch rief mich meine Mama an und sagte zu mir "Ich habe ein ganz komische Gefühl. Ich glaube Papa stirbt heute Nacht". Ich also hin damit ich auch bei Ihm bin, wenn es so weit ist.  Abends um 20 Uhr bin ich dann wieder nach hause, da er sich dann doch noch etwas berappelte. Am Donnerstag war ich dann arbeiten und um 15:45 bin ich dann wieder zu meinen Eltern, da meine Mama einen Termin bei einem Bestatter hatte. Ja es hört sich merkwürdig an aber da wir wußten, das es jeden Augenblick so weit sein kann wollten wir vorbereitet sein. In der Zeit war ich dann bei meinem Papa. Er hat zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gegessen und auch noch kaum getrunken, da er es nicht konnte. Als meine Mama zurück war bin ich kurz nach hause gefahren um die Rezepte zu holen, die mein Mann vom Arzt geholt hatte. Ich bin dann wieder zurück zu meinen Eltern und dann Abends um 20 Uhr wieder nach hause. Um 22:30 rief meine Mama an "Papa bekommt keine Luft mehr der Rettungswagen kommt gleich." Um 22:50 rief sie wieder an ob ich vorbei kommen könnte. Ich also in meine Klamotten und los ich war um 23:10 bei Ihr und da waren die mit dem Rettungwagen schon wieder weg. Sie wollten meinen Papa mit nehmen um Ihn in KH zu fahren, das wollten wir aber alle nicht.(Hatten wir mit dem Arzt am Vorabend besprochen, meine Mama,Tante und ich) Dort wäre er dann künstlich Beatmet worden aber das wollte er selbst auch nicht, wenn es so weit war. Nun saßen wir am Bett und warteten, darauf, das er aufhört zu atmen, was er ja dann um 23:29 machte. Er war ein schwerer Kampf für Ihn, denn wir hatten das Gefühl er wollte nicht gehen. Aber wir haben Ihm die Hand gehalten und Ihm immer und immer wieder gesagt, das er gehen kann. Ich habe meinem Papa versprochen auf meine Mama aufzupassen und das werden wir , mein Bruder und ich auch machen. Er hat es geschafft, denn dort wo er jetzt ist geht es Ihm besser, denn dort hat er keine Schmerzen mehr.

  • Von Charles Peguy
  • Der Tod ist nichts, ich bin ich, ihr seid ihr.
  • Das was ich für euch war,  bin ich immer noch.
  • Gebt mir den Namen, den ihr mir immer gegeben habt,
  • sprecht mit mir, wie ihr es immer getan habt.
  • Gebraucht nicht eine andere Redensweise, seid nicht feierlich oder traurig. Lacht über das, worüber wir gemeinsam gelact haben.
  • Betet, lacht, denkt, an mich,
  • betet für mich,
  • damit mein Name im Hause ausgesprochen wird,
  • so wie es immer war, ohne irgend eine besondere Bedeutung, ohne Spur eines Schattens.
  • Das Leben bedeutet das was  es immer war,
  • der Faden ist nicht durchgeschnitten.
  • Warum soll ich nicht mehr in euren Gedanken sein,
  • nur weil ich nicht mehr in eurem Blickfeld bin?
  • Ich bin nicht weit weg,
  • nur auf der anderen Seite des Weges.

2 Kommentare 3.3.07 19:23, kommentieren

An meinem Grabe

Da steht ihr nun, wollt mich betrauern
ihr glaubt, dass ich hier unten bin:
ihr mögt vielleicht zunächst erschauern -
doch schaut einmal genauer hin.

Ich bin nicht hier - wie ihr vermutet,
mein Körper mag hier unten sein,
doch während die Musik noch tutet
bin ich schon lang nicht mehr allein.

Seht ihr die Blätter dort im Wind?
Es sind sehr viele - sicherlich -
doch achtet drauf wie schön sie sind;
und eins der Blätter - das bin ich.

Seht die Wolken am Himmel ziehen,
schaut ihnen zu und denkt an mich,
das Leben war doch nur geliehen,
und eine Wolke - das bin ich.

Die Schmetterlinge auf der Wiese,
perfekt erschaffen - meisterlich,
ich bin so fröhlich grad wie diese,
und einer davon - das bin ich.

Die Wellen, die vom Bach getragen,
erinnern sie vielleicht an mich?
Ihr müsst nicht lange danach fragen:
denn eine Welle - das bin ich!

Blumen erblühen in all ihrer Pracht
die Rose und selbst der Wegerich,
und alle sind für euch gemacht
und eine Blume - das bin ich.

Ich möchte nicht, dass ihr jetzt trauert,
für mich wär das ganz fürchterlich.
Tut Dinge, die ihr nie bedauert:
Denn Eure Freude - das bin ich

3.3.07 20:13, kommentieren

Wir haben die Trauerfeier hinter uns

Am 08.03.1944 ist mein Papa geboren und am 08.03.2007 hatten wir Trauerfeier. Wir haben dieses Datum bewußt genommen, da es ja sein Geburtstag gewesen wäre. Er ist genau eine Woche vorher eingeschlafen. Es war schon ein komisches Gefühl diessen Tag zu nehmen aber ich denke er wäre damit auch einverstanden gewesen.

Die Trauerfeier war sehr schön nicht zu viel genau richtig. Die Musik der Redner es paßte alles. Wir haben auch nicht so viel Blumenschmuck gehabt, weil er im Wald beigesetzt wird und der Blumenschmuck nicht mit kommt. Wann wissen wir allerdings noch nicht. 3 Rote Rosen lagen als Symbol für meine Mama, meinen Bruder und für mich auf dem Sarg. Unser Verwandten, Bekannten und Freunde konnten wenn sie wollten auf den Sarg eine Blume legen, die wir besorgt hatten. Es war sehr feierilich. Damit ist es jetzt wirklich endgültig. Man kann es aber irgendwie noch immer nicht so richtig begreifen, das er nicht mehr wieder kommt. Er ist immer noch sehr präsent und das ist auch gut so. Er wird uns allen sehr fehlen aber damit müssen wir jetzt leben es geht nicht anders. Er wird nicht mehr wieder kommen.

2 Kommentare 10.3.07 10:02, kommentieren

Der Alltag hat uns so langsam wieder

So langsam aber sicher hat uns der Alltag wieder. Klar ist es noch immer nicht wirklich aber das Leben geht ja weiter. Da sind Kinder die auch auf Ihre kosten kommen wollen. Wie gesagt der Alltag hat uns wieder. Meiner Mama geht es den umständen entsprechend gut. Sie hat schon Ihre Freunde besucht, die so ca. 1 Stunde von uns entfernt über die Autobahn wohnen. Dort hat Sie dann auch übernachtet. Ich denke mal Sie wird Ihren Weg finden auch wenn es nicht so einfach sein wird, denn sie hat alles mit meinem Papa zusammen unternommen. Für den Sommer haben wir Ihr auch schon angeboten, das Sie gern mit uns auf dem Campingplatz kommen kann. Aber erstmal müssen wir noch die ganzen Papiere ordnen und sämtliche Sachen umschreiben lassen. Eben halt super viel Papierkrieg.

Da ja in Hamburg Ferien sind haben wir uns vorgenommen einiges in dieser Woche zu machen. Wir wollen schwimmen gehen und vielleicht noch in einen Indoorpark gehen aber nur wenn das Wetter nicht so gut ist. Was wir aber jetzt genau machen steht eigendlich noch in den Sternen.

Der große Frühjahrsputz hat auch begonnen und wir suchen auch schon wieder unsere Sachen für den Campingplatz zusammen, denn auch da startet die Saison am 24.03. Deko für die Fenster will ich auch noch irgendwie basteln. Irgendwas was schön bunt ist. Mal sehen, was mir da so schönes einfällt. Ach ich möchte so vieles und weiß einfach nicht wie ich das alles machen soll. Ich bin doch etwas unschlüssig zu Zeit.

1 Kommentar 12.3.07 09:14, kommentieren

Moin, moin

Ja hier im Norden darf man das den ganzen Tag sagen. Jo und so wie es aussieht sind wir wohl bald noch Nordiger als jetzt schon.  Mein GG hat sich vorgenommen Dänisch zu lernen was macht  Frau nicht alles mit. Also in den nächsten Tagen geht es los. Wozu wir das brauchen weiß ich zwar nicht aber ich mach mit, vielleicht kann man es ja irgendwann mal in ferner Zukunft gebrauchen und weil wir schon mal bei Sprachen sind habe ich mir einen Englischen Krimi bestellt um mein Englisch wieder auf Vordermann zu bringen. Ist extra für Büffelmuffel also für solche Menschen wie mich. Dort sind alle Vokabeln etxra nochmal an der Seite aufgefüht die nicht unbedingt geläufig sind. Bin ich ja mal gespannt wie doof ich mich da anstelle.

BAUM FÜR MEINEN PAPA 

Heute waren wir im Wald und haben den Baum ausgesucht für meinen Papa eine schöne kräftige Buche. Es paßte einfach. Als wir uns den Baum ansahen, kam die Sonne raus und er trägt die Nr. 613. Im Prinzip mein Geburtstag 13.06. Es ist nicht ganz richtig aber die Zahlen stimmen. Ich denke diesen Baum hätte er sich auch ausgesucht. Meine Mama hat sich auch gleich einen Platz dort an diesem Baum reserviert, damit wir wissen, wo sie dann hin möchte und sie ist dann auch bei meinem Papa. Finde ich eine tolle Sache, so müssen wir uns dann keine Sorgen machen wohin, wenn es denn irgendwann mal so weit ist. Aber man sieht ja wie schnell es gehen kann. (Ich will ja wohl hoffen, da sie uns noch ganz ganz lange erhalten bleibt.) Aber trotzdem, wenn man mit dem Tod konfrontiert wird macht man sich so seine Gedanken. Man regelt alles noch zu Lebzeiten und organisiert alles. Ist schon komisch aber wiederum auch gut. Man weiß, das alles geregelt ist.

 

 

3 Kommentare 16.3.07 20:03, kommentieren

Moin, moin am Sonntag

Jo nun lernen wir dänsich und beeumeln uns total, weil keiner von uns es wohl richtig aussprechen kann. Aber wir werden es schaffen, da bin ich doch ganz zuversichtilich. Auf jeden Fall kann ich schon fast bis 12 zählen und das auf dänisch.

Ab morgen sind die Ferien vorbei und ich bin auch richtig froh, denn meine beiden Mäuse gehen mir ziemlich auf den Keks. Es wird nur noch gestritten, getobt, gehauen und das andere erwähne ich lieber nicht. Sie lieben sich halt. Begeistert bin ich allerdings nicht über diese Liebe und somit wurden beide in den letzten Tagen oft getrennt und in Ihre Zimmer geschickt oder andere bestrafungen (ich hasse das) übrerlegt. Naja ab morgen haben sie beide wieder was zu tun und ich gehe wieder arbeiten. Apropo arbeiten. So langsam aber sicher habe ich jetzt unter den gegebenen Umständen keine Lust mehr dort irgendetwas zu tun. Es wird ja doch nicht honoriert bzw. es wird nicht mal regestriert. Man kann sich den A...... aufreißen (entschuldigt diesen Ausdruck) und am Ende ist man doch die blöde. Ich bin jetzt 15 Jahre in dieser Firma und habe eigendlich gern dort gearbeitet. Nette Kollegen, Chefin hat sich auch geändert und ist nett geworden aber immoment sind wir alles Einzelkämpfer. Gut meine Abteilung, wir sind zu 4, geht noch denn trotz schlechter Stimmung der anderen Abteilungen arbeiten wir noch Hand in Hand. Es ist ja auch immer noch nicht sicher wann die Firma schließt. Es kann der31.12.07 sein aber vielleicht doch erst der 31.01.08 oder so gar erst der 31.03.08 ja hallo können die sich vielleicht endlich mal entscheiden. Wir müssen uns doch auch noch neue Jobs besorgen und unter diesen umständen ist das doch gar nicht richtig möglich, denn wann kann ich denn dann Kündigen?  Ja Fragen über Fragen aber die sollen ja jetzt am Dienstag beantwortet werden. (Wers glaubt wird seelig und wers nicht glaubt kommt auch in den Himmerl) Das wurde uns jetzt glaube ich 3 mal versprochen und jedesmal hieß es wir wissen noch nicht neues. Also Ihr seht auch es ist alles offen und auch etwas schwammig. Naja so lange ich noch einen Job habe bin ich ja ganz froh. Also in diesem Sinne Euch allen noch einen schönen Sonntag.

Innere Stimme

© Marie Mewes

Wenn du deine Augen schließt,
siehst du sie.
Wenn du deine Ohren zuhältst,
hörst du sie.
Wenn dein Mund geschlossen ist,
redest du mit ihr.
Wenn du sie nicht hören möchtest,
spricht sie mit dir.
Wenn man Feinde hat,
ist sie ein Freund.
Wenn man Freunde braucht,
kann sie zum Feind werden.

Sie ist es,
die dir zeigt was richtig ist.
Sie ist es,
die dir Hoffnung schenkt.
Sie ist es,
die dich zum Verzweifeln bringen kann.

Sie ist dein Freund.
Sie ist dein Feind.
Sie ist deine Hoffnung.
Sie ist deine Trauer.
Sie ist dein Gewissen.
Sie ist du.
Sie ist deine innere Stimme.

1 Kommentar 18.3.07 10:13, kommentieren